Das "Dritte Reich" vor Gericht: Das Urteil

Das "Dritte Reich" vor Gericht: Das Urteil

Kurze Zusammenfassung

Die Dokumentation "Das 'Dritte Reich' vor Gericht - Die Nürnberger Prozesse" beleuchtet den historischen Hauptprozess gegen hochrangige NS-Funktionäre und Militärs, der am 1. Oktober 1946 mit zwölf Todesurteilen endete. Sie rekonstruiert das Verfahren im Gerichtssaal sowie die Vorgänge hinter den Kulissen, einschließlich der persönlichen Schicksale der Angeklagten und der Auseinandersetzungen zwischen den Siegermächten.

  • Der Prozess fand im Saal 600 des Justizpalastes in Nürnberg statt.
  • Zu den Angeklagten gehörten prominente Figuren wie Hermann Göring, Joachim von Ribbentrop und Albert Speer.
  • Die Dokumentation verwendet Originalfilme und Fotos, um die Ereignisse zu rekonstruieren.

Das "Dritte Reich" vor Gericht - Die Nürnberger Prozesse: Das Urteil

Am 1. Oktober 1946 endete der Hauptprozess gegen hochrangige NS-Funktionäre und Militärpersonen mit zwölf Todesurteilen, von denen zehn am 16. Oktober 1946 vollstreckt wurden. Die Alliierten erkannten nach dem Zweiten Weltkrieg das Ausmaß der Verbrechen des Dritten Reichs und beschlossen, dass sich die Verantwortlichen nicht mit einer einfachen Kapitulation davonstehlen durften. Dies führte zur Gründung des Internationalen Militärtribunals, dessen Verhandlungen als "Nürnberger Prozesse" bekannt wurden.

Die Kühnheit des Prozesses

Die Alliierten wagten etwas Einzigartiges, indem sie die überlebenden Repräsentanten des Dritten Reiches vor der Weltöffentlichkeit zur Rechenschaft zogen. Der Gerichtshof trat im November 1945 im Saal 600 des Justizpalastes in Nürnberg zusammen, um über die "Hauptkriegsverbrecher" zu urteilen.

Die Angeklagten

Zu den Angeklagten gehörten Reichsmarschall Hermann Göring, Hitlers Außenminister Joachim von Ribbentrop, Rüstungsminister Albert Speer, Großadmiral Karl Dönitz, Feldmarschall Wilhelm Keitel, der Judenhetzer Julius Streicher und SS-Sicherheitschef Ernst Kaltenbrunner. Der Justizpalast in Nürnberg war für 218 Verhandlungstage Schauplatz dieses historischen Ereignisses. Im Oktober 1946 endete der Hauptprozess mit der Verkündung von 12 Todesurteilen.

Was hinter den Kulissen geschah

SPIEGEL-TV-Autor Michael Kloft sprach mit den letzten noch lebenden Zeitzeugen und Experten. Mithilfe einer umfangreichen Sammlung von Originalfilmen und Fotos rekonstruierte er nicht nur das Verfahren im Gerichtssaal, sondern auch die Vorgänge hinter den Kulissen. Die Dokumentation berichtet von der Drogensucht und dem Selbstmord Hermann Görings, dem Gedächtnisverlust von Rudolf Heß, sensationellen Aussagen über die Verbrechen der Nazis und den Auseinandersetzungen der Siegermächte über den Verlauf des Verfahrens. In zwölf weiteren Prozessen standen Wehrmachtsgeneräle, SS-Schergen, Industrielle wie Alfried Krupp und Beamte wie Ernst von Weizsäcker vor Gericht und wurden verurteilt.

2/23/2026 www.zdf.de
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